Referat Die Ostern3
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Die Ostern
Osterbräuche in Deutschland
Osterhase – Osterhasen
Der Osterhase ist heute als österlicher Eierbringer bekannt. Erste
Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von
Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. Vor
über dreihundert Jahren ist der Brauch im Elsaß, in der Pfalz und am
Oberrhein entstanden.
Die Verbindung zwischen Ostern und Osterhase kann auf verschiedene Arten
erklärt werden.
Der Hase kommt im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten
und aufgrund des ungewöhnlichen Verhaltens sich in Menschennähe
aufzuhalten, wird im gleichzeitig das Ablegen der besonderen Eier
angedichtet. In Verbindung steht damit das Frühlingserwachen der Tiere
und Pflanzen in dieser Zeit. In Zürich ist aus alten Aufzeichnungen der
Osterhase als Eierbringer überliefert. Dabei ist es von den Paten
Brauch gewesen Kinder einzuladen, um mit ihnen den Osterhasen zu jagen,
d. h. es wurden die im Garten versteckten Eier gesucht. Die bunten Eier
wurden dabei dem Osterhasen zugeschrieben, weil er viel flinker ist und
die Hennen keine bunten, verzierten Eier legen konnten. Damit geht
dieser Brauch auf den Erklärungsnotstand der Erwachsenen gegenüber den
Kindern zurück. Denn die Hennen als Überbringer waren weniger
glaubhaft als der Hase. Auch die Niedlichkeit des Hasen, vor allem für
Kinder läßt den Glauben an den Hasen immer wieder aufleben. Dabei
setzte sich der eierlegende Hase sich in Deutschland um die
Jahrhundertwende durch und konnte bei der städtischen Bevölkerung
schnell überzeugen, denn die Landbevölkerung bedurfte aufgrund der
besseren Kenntnisse über die Hasen mehr Überzeugungskraft, um an den
Osterhasen zu glauben. Noch im vorigen Jahrhundert war der eierlegende
Osterhase in einigen Teilen Deutschlands, zum Beispiel im Harz,
unbekannt.
Auch die christliche Deutung aus dem Psalm 104,18 ist möglich. In der
Übersetzung wird von Klippdachsen gesprochen, jedoch findet man in
alten Übersetzungen auch die Wörter Hase oder Kaninchen.
In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.
Weiterhin steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit, was sich anhand
der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen
Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera, denen ein Hase als
heiliges Tier zugeordnet wurde, belegen läßt. Die große Fruchtbarkeit
beweist der Hase durch seine starke Vermehrung mit bis zu 20 Jungen im
Jahr selbst.
Auch die Terminierung des Osterfestes läßt eine Verbindung zum Hasen
zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes
gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.
Aus weltlicher Sicht, galt der Gründonnerstag als Abgabe- und
Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Einerseits ist
überliefert, daß die Gläubiger in Eiern oder Hasen bezahlt wurden,
siehe das Haushaltsbuch eines Speyrer Domherrn. Eine zweite
Überlieferung sagt aus, daß der Schuldner bei Bezahlung seiner
Schulden ein freier Mann ist, der mit einem Hasen verglichen wurde, der
nicht vom Hund gehetzt wird.
Doch der Osterhase ist nicht der einzige Überbringer der Ostereier. In
anderen Gebieten gilt der Hahn, der Kuckuck, der Storch, der Fuchs oder
die Glocken als Überbringer der Eier.
In der Gegenwart kommt der Osterhase in vielfältigen Erscheinungen vor.
Es gibt ihn in der heutigen Zeit als lebenden Hasen, als
Schokoladenhasen in allen Formen, als Marzipanhasen, als Hasenkuchen, in
Büchern, usw., die gerne zu Ostern verschenkt werden.
Daß der Hase Ostereier legt, war nicht immer als Volksglaube lebendig.
Im westfälischen oder hannoverschen Raum kam diese Aufgabe lange dem
Fuchs zu, in der Schweiz dem Kuckuck, in Schleswig-Holstein, Oberbayern
und Österreich dem Hahn, in Thüringen dem Storch
HYPERLINK "http://www.osterhasen-museum.de/" In Deutschland gibt es
das HYPERLINK "http://www.osterhasen-museum.de/" erste
Osterhasen-Museum der Welt in 80331 München , in der Westenriederstr.
41. In diesem Museum werden die verschiedensten Osterhasen ausgestellt
und alles was sich um den Osterhasen abspielt.
Osterei – Ostereier
Ostereier sind die zum Osterfest verschenkten bunten und aus
verschiedenen Materialien hergestellten Eier. Das Ei hat in der
Geschichte der Menschheit viele verschiedene Bedeutungen, die sich
teilweise auf das Osterfest übertragen haben. Das Ei dient als Nahrung,
ist Symbol des Lebens, der Reinheit, der Fruchtbarkeit, gilt als
Naturalabgaben für Schulden, als Opfer oder Liebesgabe.
In der Kulturgeschichte der Menschen trifft man schon früh die Eier an,
z.B. wurden sie im 4. Jahrhundert als Grabbeigabe in
römisch-germanischen Gräbern gefunden.
Als feststehendem Zahlungstermin wurden an Ostern im Mitelalter Eier den
Grundherren als Sachleistung für das gepachtete Land überreicht. Das
Ei galt auch teilweise als Berechnungseinheit für Zinsen und Pacht.
Der Brauch zu Ostern Eier zu bemalen und zu verschenken geht auf
verschiedene Ursprünge zurück. Schon in der Urchristenzeit galt das Ei
als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung und es wurde ein Ei mit in
das Grab des Toten gegeben. Das Ei hält etwas verborgen, ist wie ein
verschlossenes Grab, in welches ein Leben geschlossen ist. Damit wird
die Beziehung zur Auferstehung Christi deutlich und die Verbindung
zwischen dem Ei und Ostern für die Christen erklärbar.
Aber nicht nur der Beginn des Lebens, sondern auch die Zukunft des
Lebens, im besonderen der Kinder, läßt Ostern zu einem Freudenfest
werden. Auch die Frage nach der Ewigkeit kann durch die Form des Eies,
ohne Anfang und Ende bzw. der Frage, ob zuerst Ei oder Huhn war,
gedeutet werden. Die Verbindung zur Fruchtbarkeit ist durch die
germanische Liebesgöttin Ostera gegeben. Der heutige Brauchtum der
Ostereier geht auch auf die im Mittelalter übliche Bezahlung der Zinsen
und Abgaben mit Eiern an Gründonnerstag zurück.
Das Bemalen der Eier kann durch die Natur bedingt sein, denn die Farbe
und Muster von Wildvogeleiern oder die durch Färbekräuter entstandenen
Muster konnten als Vorbild für die Bemalung durch den Menschen gedient
haben. Durch den Fund eines bemalten Eies aus dem vierten Jahrhundert
nach Christus kann man auf eine alte Tradition des Eiermalens schließen
Die traditionelle Farbe für das Ei in der westlichen Welt ist seit dem
13. Jahrhundert Rot ( Roteier ), als die Farbe des Blutes Christi, des
Lebens, des Sieges und der Lebensfreude. In Osteuropa findet man eher
goldfarbene Eier, als Zeichen der Kostbarkeit. Bis heute gibt es
regional viele verschiedene Grundfarben für das Ei, die aus
verschiedenen Bedeutungen heraus erwachsen sind. Wichtig sind noch die
vielen verschiedenen Techniken des Eier-Verzieren. Man kann die Eier mit
Pflanzenfarben oder Malerabtönfarben färben. Eine besondere Technik
ist die Wachsreservetechnik aus der Ukraine. Die Pysankyeier sind etwas
Besonderes. Verzierungen sind auch mit Scherenschnitten möglich. Auch
das Ätzen mit Säuren ist schon eine alte Tradition. Man kann Eier
vielfältig verzieren. Sie können einfarbig bis vielfarbig sein, etwas
Geschriebenes kann sich auf den Eiern befinden oder schöne Malereien
veredeln das Osterei.
Aus diesem traditionellem Brauchtum ist heute eine Kunst geworden. Es
haben sich Künstlerkreise gebildet, z. B. im Wendland, und
Ostereiermärkte auf denen die Eier präsentiert und gehandelt werden.
Mit diesen Ostereiern verbinden sich auch regional unterschiedliche
Bräuche. Bekannt ist das Eier düpfen, dabei werden zwei Eier mit den
Spitzen aufeinander geschlagen und wer mit der Spitze seines Eies die
Spitze des gegnerischen Eies bricht, hat das gegnerische Ei gewonnen.
Das Eiereinwerfen ist ein weiterer Brauch. Dabei wird das Ei zwischen
Zeigefinger und Daumen genommen und ein Gegner wirf eine Münze in das
Ei. Falls die Münze stecken bleibt gehört dem Münzenwerfer das Ei,
andernfalls verliert er die Münze an die Person mit Ei. Das
unerfreuliche an dem Spiel sind die Schmerzen, die das Geldstück an den
empfindlichen Knöcheln der Finger macht. Ein weiteres Spiel ist das
Haschespiel der Eier.
Es gibt Ostereier aus den verschiedensten Materialien. Bekannt sind Eier
aus Gold, Silber, Glas, Porzellan, Ton, usw. Beliebt sind die Ostereier,
besonders bei Kindern, aus Schokolade, Marzipan, sonstigen Süßstoffen
und wegen ihrer bunten Verpackungen.
Ostereier - mal ganz anders
Osterrezepte aus Deutschland.
Wer kennt das nicht? Am Ostermorgen kann man es kaum abwarten das erste
Osterei zu verspeisen, Ostermontags schmecken die Eier auch noch.
Dienstags denkt man, sie sollen ja nicht schlecht werden ...
Hier einige Rezepte und Ideen, die verhindern, daß sie nicht so schnell
die Lust an den Ostereiern verlieren.
Neben den aufgeführten Ideen gibt es noch viele andere Möglichkeiten,
aus Ostereiern kleine Köstlichkeiten zu zaubern. Lassen Sie Ihrer
Phantasie freien Lauf! Probieren geht über Studieren! In diesem Sinne
viel Spaß!
Lachsbrot mit Eigarnitur
Kräftiges Vollkornbrot mit Butter und frischem Räucherlachs ist ein
Genuß. Aber es kann noch verfeinert werden, wenn es mit einigen
Eierscheiben und frischer Kresse garniert wird. Das ist dekorativ und
lecker.
Eiersalat
Pro Person wird ein Osterei und eine Gewürzgurke in gleichmäßig
große Würfel geschnitten. Das Ganze wird mit einem Eßlöffel
Mayonnaise vermischt. Besonders lecker sieht der Salat aus, wenn auf
einigen Blättchen Salat und mit gehacktem Dill bestreut serviert wird.
Gefüllte Eier
Die Ostereier werden geschält und der Länge nach halbiert. Dann wird
vorsichtig das Eigelb entfernt und zusammen mit fein gehacktem gekochtem
Schinken oder Fleischwurst und Mayonnaise mit dem Handrührgerät
errührt. Die Masse kann mit Salz und eventuell anderen Gewürzen
abgeschmeckt werden. Anschließend werden die verbliebenen
Eiweißhälften gefüllt. Zur Garnitur empfiehlt sich für die
besonderen Anlässe schwarzer Kaviar zusammen mit Sekt serviert.
Osterei, Ostereier bemalen in Deutschland
Mit dem Ostereier bemalen ist nicht nur die kunstvolle Verzierung mit
dem Pinsel gemeint, sondern es werden mehrere Möglichkeiten
aufgeführt, die Eier farbig zu gestalten.
Man kann die Eier in ihrer Rohform bearbeiten, in hartgekochtem Zustand
und man kann die Eier auspusten und verzieren Meist werden die Eier,
die in gekochtem Zustand bemalt sind verschenkt oder selbst verzehrt.
Die ausgeblasenen Eier sind für den Osterschmuck. Doch bevor es an das
kunstvolle Verzieren der Eier geht sollten einige Arbeitsschritte
befolgt werden. Zuerst sollte man bei der Wahl der Eier beim Einkauf auf
verschiedene Punkte achten. Die Oberfläche sollte glatt und
unbeschädigt sein.
Kleinere Eier haben meist eine dickere Schale. Eine besonders feste
Schale haben die mittleren, braunen Eier. Als Sonderlinge kann man noch
Enten-, Gänse-, oder Straußeneier verwenden.
Nach dem Kauf sollten die Eier gereinigt werden. Dafür legt man die
Eier in einen Topf und bedeckt sie mit lauwarmen Wasser. In das Wasser
gibt man noch etwas Essigessenz ( auf ein Liter Wasser ein Teelöffel
Essigessenz ). Dort bleiben die Eier mindestens eine halbe Stunde. Nach
dem Herausnehmen spült man die Eier mit lauwarmen Wasser ab. Nun kann
man die Eier zum Verzieren verwenden.
Wer die Eier kochen möchte, sollte ein Loch in das breitere Ende
Stechen und sie mindestens 4 bis 5 Minuten kochen.
Beim Auspusten sollte man folgende Arbeitsgänge beachten. Zuerst wird
das Ei an beiden Enden mit Hilfe einer Nadel oder eines feinen
Kreuzschraubendrehers mit einem Loch versehen. Vor dem Auspusten sollte
der Ei-Inhalt einmal umgerührt werden, damit das Loch im Ei nicht
verstopft. Das Auspusten kann man mit dem Mund, aber auch mit einem in
Apotheken erhältlichen Gummiballon machen.
Nach dem Ausblasen der Eier sollten sie noch ausgespült und getrocknet
werden. Nun sind alle Vorkehrungen zum Eier bemalen getroffen.
Verschiedene Färbetechniken
Die Ostereier kann man mit Pflanzenfarben färben. Dazu benötigt man
den aus den Färbekräutern und Hölzern gewonnen Farbsud, in die man
die Eier eintaucht.
Den Farbsud produziert man aus den über Nacht eingelegten Kräutern,
die man am nächsten Tag aufkocht. Mit Hilfe von Blütenblättern, die
man rückseitig mit Eiweiß befeuchtet und dann um das Ei befestigt,
erhält man sehr schöne Muster. Für das Bemalen der Eier mit
Malerabtönfarben sollte man zuerst die Eier mit Acryl- oder Deckfarbe
zwei- bis dreimal grundieren.
Nach dem Grundieren kann man mit kleinen Pinseln jedes Muster auf dem Ei
anbringen. Danach kann man die Eier noch mit Mattlack oder Glanzlack
veredeln.
Weitere Variationen das Osterei zu verzieren sind durch das Einritzen
von Ornamenten in die Farbe, durch Ätzen mit Säure oder durch
Scherenschnitte aus Papier möglich.
Osterlamm
Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Entstanden
ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu
schlachten und zu verspeisen. Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott
geschlachtet. In der christlichen Kirche ist es symbolisch zum Lamm
Gottes geworden und wird mit der Fahne dem Zeichen des Sieges
dargestellt. Der Priester verwandelt in Worten den Wein und das Brot zu
Fleisch und Blut. Das Lamm wird als Zeichen des Lebens verstanden. Das
Lamm ist mit seinem weißem Fell auch ein Symbol für die Reinheit und
die friedliche Lebensweise soll ein Zeichen für die Menschen sein, ihr
Leben ebenfalls in Frieden zu führen. Das Osterlamm ist eines von
vielen Brauchtümer in der Gegenwart. Heute findet man an Ostern neben
dem Osterei, dem Osterzopf, dem Osterhuhn und dem Osterhasen auch das
Osterlamm auf der Speisekarte der Menschen in Deutschland. Als
Besonderheit an Ostern gibt es das gebackene Osterlamm. Das aus
Rührteig entstandene Backwerk wird mit viel Aufwand verziert und bildet
an vielen Ostertischen den Mittelpunkt.
Osterfeuer
Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig
gewesen. Die sechs Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta)
hatten dafür zu sorgen, daß niemals das heilige Feuer ausging. Das
Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne. Sie ist der Mittelpunkt
unseren Lebens. Ohne die Sonne ist kein Leben auf unserer Welt möglich.
Mit den Osterfeuern wurde im Frühjahr die Sonne begrüßt. Sie galten
auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums und der
Ernte.
Die Bedeutung der Frühlingsfeuer wurde im Frankenreich des 8.
Jahrhunderts auf Gott und Jesus übertragen. Der Glauben ist das
Osterlicht Ausgangspunkt unseres Lebens. Weiter steht die Sonne als
Sieger über den Winter und als Erwachen nach einer langen kalten Zeit.
Genauso kann das Erscheinen von Jesu gedeutet werden.
Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales
Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn
der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht. Am
Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher
Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in
das noch dunkle Gotteshaus getragen wird.
Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten und
Gemeinden in Deutschland von Jungen Holz, Reisig oder ähnliches
Brennbares gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet. Dort, wo
die Osterfeuer nicht kommerzialisiert sind, sondern symbolhaft für das
Lichtwerden durch die Auferstehung Christi stehen, ist es Brauch, daß
sie am Abend des Ostersonntags mit dem Licht der Osterkerze aus der
Pfarrkirche entzündet werden.
In der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterfeuer/luegde-1.ht
ml" Osterräderstadt Lügde im Kreis Lippe in Ostwestfalen (am
Ostersonntag abend) und in Günsterode im Schwalm-Eder-Kreis in
Nordhessen (am Ostersonntag abend) rollen riesige HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterfeuer/luegde-1.ht
ml" feurige Osterräder von einem Hügel ins Tal hinab. Ein weiterer
Brauch war beipielsweise das Osterfeuertragen in St. Peter im
Schwarzwald. Der Mesner entzündete am Karsamstag vor dem
Frühgottesdienst den von Jungen zusammengetragenen Holzstoß vor der
Kirche. Nach der Feuerweihe durch den Priester entzündete der Mesner
die Osterkerze, die in die Kirche getragen wurde. Während des
Gottesdienstes brachten die Buben Baumschwämme zum Glimmen und trugen
das geweihte Osterfeuer in die einzelnen Häuser, in denen die
Hausfrauen das neue Feuer entfachten.
Osterkerze – Osterkerzen
In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische
und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens.
Die Osterkerze und die Lichtfeier zu Beginn der Liturgie haben ihre
frühesten Wurzeln in der Sitte der alten Kirche, die Osternacht mit
zahlreichen Kerzen zu erhellen. Zusätzlich gab es in der Stadt Rom den
Brauch, die Osternachtsfeier mit zwei mannshohen Kerzen zu erleuchten.
Im christlichen Glauben ist die Osterkerze im 4. Jahrhundert nach
Christus entstanden. In Piacenza wurde eine Osterkerze aus dem Jahre 384
gefunden. Alle Titelkirchen Roms verwandten die Osterkerze ab dem 7.
Jahrhundert. Bis zum 10. Jahrhundert hat sie sich in den verschiedenen
Regionen der westlichen Welt verbreitet.
Die Osterkerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden
auferstandenen Jesus Christus. Dem alten Brauch nach wird die Osterkerze
zu Beginn der Osternachtfeier von Karsamstag auf Ostersonntag am
geweihten Osterfeuer entzündet und in die vollkommen dunkle Kirche
getragen. Die Gemeinde begrüßt das Osterkerze mit dreimaligem Ruf:
"Christus ist das Licht – Gott sei ewig Dank!" und singt das Exlutet
(Preislied aus dem 1. Jahrtausend).
Die festlich geschmückte Osterkerze wird dann auf dem Osterleuchter
angebracht und die Gemeinde entzündet ihre mitgebrachten Osterkerzen an
dieser Flamme. Damit soll bekundet werden, das Jesu der Ursprung des
Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt. Diese Bedeutung wird
durch das Absenken der Osterkerze in das Wasser bei der Weihung des
Taufwassers und dem Entzünden der Taufkerzen an der Osterkerze
verstärkt.
Der Brauch, die Osterkerze an alle Kirchenbesucher weiterzugeben ist in
Jerusalem als uralt bezeugt. Auch bei Begräbnismessen brennt die
Osterkerze neben dem Sarg, um die Verbindung zwischen Tod, Taufe und
Auferstehung zu verdeutlichen.
Die Motive auf der Osterkerze sind meist ein Kreuz, ein Baum, ein Lamm,
eine Taube, das Sonnenlicht oder das Wasser. Auf der Osterkerze werden
an dem Kreuz mit fünf Wachsnägeln die fünf Kreuzmale Jesu angedeutet
und oberhalb des Kreuzes der erste griechische Buchstabe Alpha für
Anfang und unterhalb der letzte griechische Buchstabe Omega für Ende
plaziert. Die weiße Kerzenfarbe steht für die Hoffnung und das neue
Leben.
Die Osterkerze brennt nur während der 50tägigen Osterzeit von Ostern
bis Pfingsten, an Taufgottesdiensten, um an ihr die Taufkerze zu
entzünden und an Begräbnismessen.
HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterfeuer/luegde-1.ht
ml" Osterräderlauf in der Osterräderstadt Lügde am 1. Osterabend
Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Früh1ingsvollmond lädt
man in Luegde, bei Bad Pyrmont, im Weserbergland, dem überlieferten
Brauch der Väter folgend, am ersten Ostertag bei Einbruch der
Dunkelheit, etwa gegen 21 Uhr, sechs brennende Osterräder vom Osterberg
ins Tal der Emmer rollen. Ausrichter dieses, in der überlieferten Form
einmaligen Brauchtums in Deutschland, ist der Dechenverein, ein Verein
mit über 500 Mitgliedern.
Kein anderer Brauch lebt im Weserberg- land, der so klar und
offensichtlich aus der tiefsten Natur- verbundenheit, aus dem Glauben
und Hoffen bzw. Sehnen unserer Ahnen hervorgegangen ist, als der
feuersprühende Lauf der Osterräder von Lügde. Nicht Not und Tod der
Jahrhunderte haben je das lodernde Feuer zu löschen vermocht.
Der heidnisch-germanische Sonnenkult wird als der Vorläufer für dieses
Brauchtum bezeichnet, weil das Feuerrad ein Sinnbild der Sonnenscheibe
war. Auch die germanische Frühlingsgöttin Ostara wird häufig mit dem
Räderlauf in Verbindung gebracht.
Für die Stadt Lügde – welche mit seinen schmucken Fachwerkhäusern
in der erhalten gebliebenen Stadtmauer, in seiner Geschlossenheit als
Ackerbürgerstadt im weiten Umkreis als einmalig gilt – und in der
ganzen Umgebung weit und breit, sind die Osterräder, die lichtfunkelnd
und sprühend zu Tal sausen, bis auf den heutigen Tag geblieben, was
immer sie waren; Symbol des Frühlings; Symbol neuen Wachsens und
Werden; Symbol des Sieges der Sonne über die kalte, trübe und dunkle
Winterzeit.
Wie alt nun dieses Brauchtum ist, läßt sich nicht mit Sicherheit
feststellen, da die geschichtlichen Aufzeichnungen in Deutschland erst
spät begannen, oder nicht mehr vorhanden sind. Vieles jedoch deutet
darauf, hin daß der Räderlauf schon eine uralte Vergangenheit und
Tradition aufzuweisen hat und schon von unseren Vorfahren vor. ca. 2000
Jahren, wenn auch sicherlich in einer etwas anderen Form im Ablauf als
heute, ausgeübt worden ist.
Am frühen Nachmittag des 1. Ostertages werden die Räder- und
Strohwagen, nach einem Stadtrundmarsch auf den Osterberg (Ablaufstelle
der Räder ) gefahren. Die Osterräder bestehen aus gelagerten
Eichenholz mit einem Durchmesser (Höhe) von ca. 1,70 Meter. In vier
Lagen ist das Eichenholz mittels Stahlbolzen zusammengeschraubt, so daß
sich eine Raddicke von 26 bis 28 cm ergibt. Zwei gekreuzte Balken bilden
die Radspeichen, die im Schnittpunkt ein etwa faustgroßes Loch haben;
Durch dieses Loch wird später eine Holzstange als Balancierstange
geschoben und befestigt. Diese Stange aus Hainbuchenholz ist ca. 4,50
Meter lang und verhindert ein Umkippen des Rades während des Laufes vom
Osterberg.
Sofort nach der Ankunft auf dem Osterberg (ca. 285 m NN) werden Stroh
und Räder abgeladen. Durch einen Böllerschuß, der ein vielfaches Echo
in den nahen Bergen auslöst, künden die Dechen den Beginn des
Bäderstopfens an.
In mühsamer Arbeit wird das Stroh in kleine Büschel geteilt, die mit
gedrehten Haselnuß- ruten zusammen- gehalten werden und dann in die
Kreuzbalken eingeflochten werden. Ungefähr 15 bis 20 Bund langes
Roggenstroh werden so nach und nach kunstgerecht, nur mit den gedrehten
Haselnußruten (dadurch werden sie biegsam und elastisch) in das Rad
geflochten. Diese Arbeit muß sehr sorgfältig und gewissenhaft
ausgeführt werden, damit sich das Stroh bei den vielen Hangsprüngen
nicht vorzeitig aus dem Rad löst.
Bei Einbruch der Dunkelheit versammeln sich die Zuschauer aus nah und
fern am Fuße des Berges. Schon bald ist der Zuschauer gefangengenommen
von der Atmosphäre, die durch die Erwartung Tausender von Menschen im
Tal und auch auf den Höhen des Berges und der gegenüberliegenden Berge
spürbar ist.
Ein Böllerschuß kündet den Beginn und läßt die zigtausende Besucher
verstummen. Wie ein Aufatmen klingt es aus der Menge, wenn die ersten
Flammen hochzüngeln. Das erste Rad wird angezündet. Die Flammen
schlagen hoch, man glaubt, es würde ausbrennen noch bevor es den Lauf
antritt. Aber die Dechen verstehen ihr Handwerk.
Zum richtigen Zeitpunkt wird das Rad mit Hilfe von Stangen in Bewegung
gesetzt. Das angestrahlte Kreuz auf dem Berg erlischt. Feierlich setzt
Glockengeläut ein. Erst langsam, dann immer schneller rollt das Rad dem
ersten Hang zu, stürzt diesen hinab, gewinnt an Schwung und Fahrt,
überspringt Wege, durchbricht Hecken und Zäune und zieht unbeirrbar
und kraftvoll seine feurige Bahn ins Tal, wo das Rad vom Tusch der
Musikkapelle und dem Jubel der Zuschauer begrüßt wird.
In kurzen Abständen folgen noch fünf weitere Räder. Immer wieder
dasselbe faszinierende Schauspiel.
Kommen die Räder gut ins Tal, so wird es dem alten Volksglauben
folgend, ein gutes Erntejahr geben. Nach einer kurzen Pause folgt dann
noch ein prachtvolles Höhenfeuerwerk. Allmählich breitet sich die
Dunkelheit im Tal aus. Noch lange ist der verglühende Strohfächer der
sechs Feuerspuren der Räder in der Dunkelheit der Nacht am Osterberg
sichtbar. Sichtlich beeindruckt von diesem einmaligen Schauspiel
verlassen die Zuschauer den Ort des Geschehens.
Osterwasser
Wie viele andere Bräuche geht auch das Osterwasser auf eine
vorchristliche uralte heidnische Entstehung zurück. Das Osterwasser
sollte Augenleiden, Ausschlag und andere Krankeiten heilen, wenn man es
aus der Quelle schöpte. Man glaubte damals, daß man, wenn man sich am
Ostermorgen im fließenden Bach wäscht, immer jung und schön bleibe.
Um das Vieh vor Krankheiten zu schützen wurde es am Ostermorgen in die
Bäche getrieben. Das Wasser stand als Zeichen des Lebens und der
Fruchtbarkeit und wurde zum Gedenken an die germanische Frühlings- und
Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. Die christliche Sinngebung kam
erst im Laufe der Jahrhunderte nach Christus dazu.
Zum Osterfest wird in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag nur
von Mitternacht bis zum Sonnenaufgang Wasser aus einem Bach oder Brunnen
geschöpft.
Da es ein Symbol der Fruchtbarkeit ist, schöpfen die jungen Mädchen
schweigend Wasser gegen den fließenden Strom. Das Schweigen darf nicht
gebrochen werden, damit das Wasser seine Segens- und Heilskraft behält.
Es darf auch kein Wassertropfen verloren gehen oder im Heim des Mädchen
auslaufen.
Das heilige Wasser soll nun ein ganzes Jahr vor Krankheiten, Unglücken
oder ähnlichen Ereignissen bewahren.
In verschiedenen Regionen Deutschlands wird aus Dankbarkeit zum
lebensspendendem Wasser noch heute der Brunnen im Dorf geschmückt und
mit Osterschmuck verziert.
Ostern und Religion in Deutschland
Ostern in Deutschland
Ostern leitet sich von dem Begriff "Ostara" (Osten), "Eostre" oder
"Eoastrae" ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der
Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen
Maigrafen (Freyr - Freyja).
Zum Fest der Göttin Ostara wurde die frische, grünende Erde und die
Liebe (Morgenröte) gefeiert. Die Tage sind länger als die Nächte und
der Frühling hat sich gegenüber dem Winter durchgesetzt.
Zu Ostara wurde auch der Schwerttanz getanzt der den Kampf des
Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage
versinnbildlichen sollte. Zu Ostarun (althochdeutsch Ostern) wurden ÂÂ
wahrscheinlich als Opferbrauch HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterei-ostereier/inde
x.html" Eier vergraben, Eier verschenkt und gegessen.
Das heidnische Fest der Ostera wurde wie andere germanische Festtage mit
christlichen Gewand ummantelt, um das Heidentum in den Köpfen der
Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen.
In den romanischen Sprachgebieten läßt sich die Verbindung zum
Passahfest in dem Wort für das HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/osterfest/index.h
tml" Osterfest finden ( französisch: paques ) .
Ostern ist das theologisch bedeutendste Fest der Christenheit. Es
erinnert an die Auferstehung Jesu.
In der christlichen Lehre kommt die Ableitung Ostern von Osten. Die
Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen richteten sich
nach Osten zum Sonnenaufgang/Morgenröte ( lat. aurora ), denn sie
glaubten Jesu kommt von dort auf die Erde zurück. Deswegen sind die
Kirchen nach Osten ausgerichtet erbaut worden.
Nach der christlichen Forschung leitet sich Ostern auch evtl. von der
christlichen Bezeichnung für die Osterwoche "in albis" ab, die man
fälschlicherweise als Plural von "alba" (= Morgenröte) verstand und
mit dem althochdeutschen "eostarun" wiedergab.
Neuerscheinung 1999:
Jürgen Udolph, Woher kommt eigentlich das Wort "Ostern"? Man ist sich
über die Herkunft keineswegs einig. Es gab bisher zwei Theorien:
1) Beda, angelsächsischer Geschichtsschreiber und Theologe (â€Â
735), nahm an, daß der für den Monat "April" verwendete altenglische
Name Eosturmonath von einer Göttin abgeleitet sei. Entsprechend
vermutete man in Deutschland eine Göttin "Ostara". Schon lange ist man
sich einig, daß es diese Göttinnen nie gegeben hat.
2) Der zweite Versuch besteht darin, das Wort "Ostern" mit dem
"Osten" zu verbinden. Das deutsche Wort Osten gehört zusammen mit lat.
auster "Südwind", altslavisch zaustra "Morgen" letztlich zu einem Wort
für "Morgenröte", griech. Eos, lat. Aurora. Bei dieser Verbindung muß
man allerdings zu einer falschen Übersetzung aus dem Lateinischen
greifen; zudem ist für das Osterfest nicht der Morgen, sondern die
Nacht entscheidend.
Jetzt liegt ein neuer Vorschlag vor.
In seinem Buch "Ostern – Geschichte eines Wortes" (C. Winter
Universitätsverlag Heidelberg 1999,
125 Seiten, DM 28,–, ISBN 3-8253-0866-9) geht der Autor, Prof. Dr.
Jürgen Udolph, Sprachwissenschaftler an der Universität Göttingen,
einen anderen Weg: Nordgermanische Sprachen kennen eine Wortfamilie, die
sprachlich zu Ostern paßt: anord. ausa "(Wasser) schöpfen, gießen",
austr "Begießen".
Eine heidnische Form der Taufe samt Namengebung der Neugeborenen wurde
als vatni ausa ("mit Wasser begießen") bezeichnet.
Das Wort "Ostern" bezieht sich daher eher auf die Taufe, das zentrale
Ereignis des christlichen Festes in den ersten Jahrhunderten n. Chr.
(Katechumenat; Kulmination in der Osternacht).
Dazu passen die sprachlichen Belege (auch die westslavischen
Osterbezeichnungen); auch erklärt sich die Pluralform des Osterwortes
aus dem dreimaligen Begießen.
Kirchenhistorische Fakten wie Massentaufen zu Ostern und an Flüssen,
sekundäre Bedeutung der Baptisterien, Verdrängung eines heidnischen
Frühlingsfestes durch das christliche Ostern, Höhepunkt des
Osterfestes in der Nacht und der Übergießritus stimmen mit der
Etymologie überein.
Christliches Osterfest in Deutschland
Für die Christen ist die Auferstehung Jesu ein zentrales Ereignis ihres
Glaubens. Der Tod wird nicht als Ende, sondern als Neubeginn eines neuen
Lebens gesehen. Damit soll im christlichen Osterfest bekundet werden,
daß das Leben über Tod, die Wahrheit über die Lüge, die
Gerechtigkeit über das Unrecht und die Liebe über den Haß siegen
wird.
Im Christentum dauert die Osterzeit 50 Tage bis Pfingsten. Vor dieser
Osterzeit liegt die HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/fastenzeit-passio
nszeit/index.html" Fastenzeit auch HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/fastenzeit-passio
nszeit/index.html" Passionszeit genannt, die 40 Tage andauert und am
HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/fastenzeit-passio
nszeit/aschermittwoch/index.html" Aschermittwoch beginnt. Weitere
christliche Feiertage in dieser Zeit sind in der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/index.ht
ml" Karwoche mit dem HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/palmsonn
tag/index.html" Palmsonntag und dem HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/gruendon
nerstag/index.html" Gründonnerstag zu finden. Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/karfreit
ag/index.html" Karfreitag und der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/osterfeiertage/os
tersonntag/index.html" Ostersonntag sind bedeutende Tage im
christlichen Feiertagskalender. Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/karsamst
ag/index.html" Karsamstag ist der Tag der Trauer und der Osternacht.
Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/osterfeiertage/os
termontag/index.html" Ostermontag schließt das Osterfest ab. Für die
Christen sind Traditionen, wie Ostermesse, Osternacht, HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterwasser/index.html
" Osterwasser , HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterkerze-osterkerzen
/index.html" Osterkerze , HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/osterlamm/index.html"
Osterlamm usw. wichtig, die aber nicht nur christlichen Ursprungs sind.
Nach dem Kirchenjahr ist in der Osterzeit die Farbe Weiß zu tragen, die
die Farbe des Lichtes dokumentiert. Aber auch in der Verbindung der
Tauffeier, die in der Osterzeit besondere Bedeutung erlangt hat, werden
weiße Kleider der Getauften getragen, um somit die Reinheit zu zeigen.
Ostern ist aber nicht nur aus dieser christlichen Bedeutung heraus
entstanden, sondern hat weitere Traditionen. Die Verbindung zum
jüdischen Passahfest, zum Frühlingsfest oder zum Fruchtbarkeitsfest
sind ebenfalls historisch zu belegen.
Die Terminierung von Ostern ist aus zwei Traditionen heraus zu
erklären. Die Christen feiern die Auferstehung Jesu nach dem jüdischen
Passahfest, denn Jesu ist am dritten Tag nach Passah auferstanden. Das
Passahfest findet am 14. Nisan, der ersten Vollmondnacht des ersten
Monat des Jahres, nach dem babylonischem Mondkalender statt und erinnert
an den Auszug Israels aus Ägyptens. Dadurch fällt der Feiertag der
Auferstehung auf verschiedene Wochentage. Im Christentum wurde im Konzil
von Nicäa 325 Ostern auf den Tag festgelegt, der nach dem Vollmond auf
die Frühlingstag- und nachtgleiche folgt. Die westliche Kirche einigte
sich nach der Einführung des gregorianischen Kalenders am ersten
Sonntag, der dem ersten Vollmond nach der Frühlingstag- und
nachtgleiche ( Frühlingsbeginn zwischen dem 20. und 23. März )
folgt, Ostern zu feiern.
Nach dem christlichen Festkalender, " computus ecclesiasticus " oder "
computus paschalis " genannt, läßt sich die Zeitspanne von Ostern vom
22. März bis zum 25. April eines Jahres eingrenzen.
Fastenzeit - Passionszeit in Deutschland
Die Bezeichnung Fastenzeit ist mit dem kirchlichen Begriff Passionszeit
gleichzusetzen. Mit der Passionszeit wird die religiöse Verbundenheit
dieser Zeit deutlicher. Denn mit der Passionszeit ist die Leidenszeit
von Jesus Christus gemeint und dabei soll auf das Wirken Jesu und die
Ausrichtung des menschlichen Lebens nach dem Handeln Jesu hingewiesen
werden. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Rückbesinnung.
Die christliche Fastenzeit dauert vierzig Tage und beginnt mit dem
HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/fastenzeit-passio
nszeit/aschermittwoch/index.html" Aschermittwoch und endet mit dem
HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/karsamst
ag/index.html" Karsamstag . Dabei werden nur die Werktage, also keine
Sonntage gezählt.
Die Zahl 40 findet sich noch in vielen anderen Bibeltexten. Die
Ableitung dieser 40 Fastentage, geht auf die vierzigtägige Gebets- und
Fastenzeit von Jesus, nach der Taufe im Jordan zurück. In der
Fastenzeit ahm der Christ die 40 Fastentage von Christus nach. Weitere
Ereignisse die 40 Tage andauerten sind die Wanderung von Elia durch die
Wüste und die Tage die Mose auf dem Berg Sinai verbrachte. Auch das
Volk Israels verbrachte 40 Jahre in der Wüste.
Die Vorbereitungswochen während der Fastenzeit vor dem höchsten
christlichen Fest Ostern haben eine lange Tradition und sind bereits zu
Beginn des 4. Jahrhunderts bekannt. Die Gläubigen verzichteten in der
alten Kirche während der Fastenzeit auf Fleischspeisen und Wein,
später auch auf Milch, Butter, Käse und Eier und begnügten sich mit
einer Mahlzeit am Abend. Nach alter Sitte wurde allerdings der Sonntag
als Fasttag ausgenommen.
In der Fastenzeit muß heute nicht auf Essen und Trinken verzichtet
werden, sondern sie soll auf einen sinnvollen Umgang mit den Gaben
Gottes und der Schöpfung hinweisen und uns aufzeigen, wie wir
verantwortungsvoll unser Leben gestalten können.
Früher wurde Taufbewerbern in dieser Zeit eine Buße auferlegt, in dem
sie auf das Essen verzichten mußten und dann zur Osternacht getauft
wurden oder sie durften keinen Gottesdienst besuchen und mußten
violette Kleidung tragen und durften diese erst wieder in der Osternacht
ablegen, als Zeichen der Vergebung. Die kirchliche Farbe der
Passionszeit ist das Violett, eine königliche Farbe, um sich auf einen
König vorzubereiten. Symbolisch ist violett die Farbe der Buße, des
Gebetes und der Besinnung und erinnert an den Purpurmantel den Jesus zum
Spott vor der Kreuzigung umgehängt bekam.
Heute ist es zur Fastenzeit in religiösen Gebieten üblich, verstärkt
zu beten. Viele Menschen spenden vermehrt in dieser Zeit auch Geld an
Hilfswerke. Das Fasten beschränkt sich bei den Menschen darauf,
teilweise auf Fleisch oder Süßigkeiten zu verzichten oder an einem Tag
in der Woche zu fasten. Manche trinken auch keinen Alkohol oder
verzichten auf das Rauchen.
Während der österlichen Fasten- und Bußzeit (als Erinnerung an die
Passion Christi) finden traditionell keine Festlichkeiten, auch keine
Hochzeiten statt. Auch das Verbot von Tanzveranstaltungen gibt es noch
in verschiedenen Regionen.
Aschermittwoch
Der Aschermittwoch ist der erste Tag der 40tägigen Vorbereitungszeit
auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten an Ostern ( HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/fastenzeit-passio
nszeit/index.html" Fastenzeit ) und ist am Mittwoch nach dem Sonntag
Estomihi und am siebten Mittwoch vor Ostern (vor dem ersten
Fastensonntag = Invokavit). In der alten Kirche war der Aschermittwoch
(in der lateinischen Liturgie: Quadragesima = der 40. [Tag] ) der Beginn
der öffentlichen Buße (österliche Bußzeit).
Der Aschermittwoch beendet die Fastnachtszeit in der ausgelassen
gefeiert wurde. Die Fastnacht oder auch Fasching und Karneval (lat.
"carne vale" = "Fleisch, lebe wohl") genannte Zeit, war früher der
Vortag von Aschermittwoch. Die Fastenzeit soll die Christen wieder zu
sich selbst führen. Wenn Christen diese Zeit richtig nutzen, besser
gesagt, vielleicht richtig leben, und sich auf das Angebot dieser Wochen
einlassen, dann kann sich in ihrem Leben manches verändern.
Die Zeit vor Ostern will helfen den oft getrübten Blick wieder klarer
werden zu lassen und vielleicht in einen ungesunden Halbschlaf
verfallenes Bewußtsein wieder zu wecken und zu schärfen. Heute sind
nur noch Aschermittwoch und Karfreitag sogenannte strenge Fasttage, an
denen die Katholiken sich nur einmal am Tag sattessen und auf Fleisch
verzichten sollen.
In christlichen Gegenden wird als Symbol der Buße und Reinigung am
Aschermittwoch das Aschenkreuz vom Priester auf die Stirn der Gläubigen
gezeichnet oder auf den Kopf gestreut. Die Asche für das Aschenkreuz
wird aus den verbrannten Palmen- oder Buchsbaumzweigen gewonnen, die am
vorjährigen HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/palmsonn
tag/index.html" Palmsonntag gesegnet wurden.
Bei dieser Kreuzzeichnung spricht der Priester die Worte: "Gedenke
Mensch, daß du aus Staub bist und zum Staub wirst du zurückkehren"
oder "Kehrt um und glaubt dem Evangelium". Asche ist das Symbol der
Vergänglichkeit und das zentrale Symbol des Aschermittwoch. Mit dem
Aschekreuz, das sich die Christen im Gottesdienst auf die Stirn zeichnen
lassen, bekunden sie die Bereitschaft zur Umkehr und zu einem Neubeginn.
Sich fastend einschränken, beim Essen und Trinken wie auch beim Konsum
von Genußmitteln und möglicherweise anderen Genüssen, die vielleicht
schon alltäglich geworden sind, ist eine Grundvoraussetzung zur
Gesundung von Leib und Seele.
Als Brauchtum ist heute am Aschermittwoch in einigen Gebieten von
Deutschland das Heringsessen üblich.
Karwoche in Deutschland
Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern. Sie ist die Kernzeit
der österlichen Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des
Kirchenjahres.
Kar stammt vom althochdeutschem Wort "chara" oder "kara"und bedeutet
Kummer, klagen oder trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die
Bedeutung dieser Woche verständlich.
Die Karwoche beginnt mit dem HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/palmsonn
tag/index.html" Palmsonntag . An diesem Tag werden, im Gedenken an
Jesus Einzug in Jerusalem, feierliche Prozessionen veranstaltet und
Palmen- oder Buchsbauzweige der Christen gesegnet.
In der Karwoche liegen noch der Gründonnerstag, der Karfreitag und der
Karsamstag, auch Ostersamstag genannt. Nach christlichem Glauben
gehören der Karfreitag und der Karsamstag schon zum österlichen Fest.
Jedoch beginnt das Osterfest erst mit dem Gottesdienst am Karsamstag
abend.
Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/gruendon
nerstag/index.html" Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl vor der
Kreuzigung Jesu. Die Bezeichnung Gründonnerstag kann auf verschiedene
Erklärungen zurückgeführt werden.
Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/karfreit
ag/index.html" Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag
Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die
evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.
Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/karsamst
ag/index.html" Karsamstag wird häufig schon zum Osterfest gezählt,
jedoch beginnt das Osterfest erst mit dem Gottesdienst am Abend von
Karsamstag auf Ostersonntag.
Palmsonntag
Das alte Frühlingsbrauchtum mit wachstumsfördernden und
unheilabwendenden Motiven, hat sich durch eine Verchristlichung mit
solchen des österlichen Sieges Christi am Palmsonntag verbunden.
Mit dem Palmsonntag ( lateinisch dies florum, dies palmarum ), danach
volkstümlich im evangelischen Bereich Palmarum, auch Palmtag genannt,
beginnt die HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/karwoche/index.ht
ml" Karwoche . Der Sonntag vor Ostern steht im Zeichen des Einzuges
Jesu in Jerusalem und führt das österliche Erlösungswerk in der
Katholischen Kirche einschließlich des Karsamstag zum Osterfest hin.
Im neuen Testament wird berichtet, daß Jesus vor dem jüdischen
Paschafest vom Ölberg auf einem Esel in Jerusalem einreitet. Für die
Bevölkerung war er der Messias. Sie jubelten ihm zu und breiteten ihre
Kleider sowie Palmzweige und Ölbaumzweige auf der Straße aus. Dabei
riefen Sie: "Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im
Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe".Später verlangten sie schreiend
von Pontius Pilatus, Jesus als Verräter zu kreuzigen.
Auf diese Begebenheit geht unser Palmsonntag zurück. Er ist untrennbar
mit der darauffolgenden Passionswoche verbunden, welche für den
christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung hat, weil sie an den Tod
und die Auferstehung von Jesus Christus erinnert.
Seit dem 4. Jahrhundert wird im byzantinischen Liturgiebereich des
Einzugs Jesu in Jerusalem in Form einer Prozession gedacht. Durch ein
irdisches Missale ist die Palmweihe am Palmsonntag im 7. Jahrhundert
bezeugt. In Deutschland verbreitete sich die Palmsonntags-Prozession
erst im 11. und 12. Jahrhundert. Die Palmen stehen dabei als Symbol
für den Einzug Jesu und dessen Huldigung. Der Umzug mit einem Palmesel
war weit verbreitet. Der zelebrierende Priester erhielt bei der
Kreuzverehrung vor der Kirche zum dreimaligen Gesang des " percutiam
pastorem" drei Streiche mit einer speziellen Palmrute, worauf die
Chorsänger die Antiphon "pueri Hebraeorum" anstimmten
Da in Deutschland keine echten Palmen zur Verfügung stehen, verwendet
man am Palmsonntag stattdessen hiesige Grünzweige: Buchsbaum,ÂÂ
Weidenkätzchenbüschel oder auch Wacholder.
Am Palmsonntag beginnt die hl. Messe mit einer Palmweihe. Im Gedenken an
Jesu wird in einer feierlichen Palmprozession das Kreuz in die Kirche
getragen, begleitet von Meßdienern, Kindern und der Gemeinde, die in
ihren Händen Buchsbaumzweige halten.
Erstmals in der Karwoche wird am Palmsonntag die Passion Jesu, das
Leiden und Sterben des Herrn, verkündigt. Die Liturgie dieses Sonntags
führt die Christen vom Jubel beim Einzug Jesu in Jerusalem bis zum
"Kreuzige Ihn" und zum Tod.
Nach dem Gottesdienst werden die geweihten Zweige am Palmsonntag wieder
mit nach Hause genommen und als segenbringende Zeichen hinter die im
Haus befindlichen Kreuze oder Weihkessel gesteckt. Man glaubt, daß sie
das Unglück vom Haus fernhalten.
Der Palmsonntag heißt seit der Kalenderreform im Jahr 1969 Dominica in
palmis de passione domini (Palmsonntag vom Leiden des Herren).
Der Palmsonntag ist in den deutschen evangelischen Landeskirchen ist
meist noch Konfirmationssonntag.
In Paderborn-Schloß Neuhaus binden die Kommunionkinder Palmstöcke.
Jeder Besucher der Messe bringt dazu einen ca. 1 m langen Stock mit, der
mit Buchsbaum-, Koniferen- oder Lebensbaumzweigen sowie lustigen
Bändern geschmückt wird.
Gründonnerstag
Seit etwa 1500 Jahren feiern die Christen den Gründonnerstag, den
fünften Tag der Karwoche, zur Erinnerung an die Einsetzung der heiligen
Eucharistie.
Der Gründonnerstag erinnert an den Tag des Abendmahls vor dem Todestag
Jesu. Dieses Abendmahl am Vorabend des Karfreitag nahm Jesu mit seinen
engsten Vertrauten, den zwölf Jüngern ein.
Das Abendmahl bedeutet Abschied von Jesu nehmen, gleichzeitig aber auch
ein Anfang für den christlichen Glauben. Denn in Form von Brot und Wein
wurde Jesu selbst angenommen und um Vergebung der Schuld gebeten.
Gleichzeitig wird schon auf die Auferstehung und das Weiterleben Jesu
hingedeutet. Trotz des Verates durch Judas und das Leugnen der Jünger,
nimmt Jesus die Schuld allein auf sich und gibt Hoffnung für ein neues
besseres Leben nach seinem Tod.
Jesus forderte seine Jünger auf fortan gemeinsam das Abendmahl zu
feiern. Wohl deshalb ist der Ursprung aller Abendmahlsfeiern der
Gründonnerstag. Mit der Fußwaschung durch den Priester an 12 Männern
wird in einigen Gemeinden daran erinnert, daß Jesus den 12 Aposteln die
Füße wusch. Nach dem Gloria-Gesang verstummen in den Gottesdiensten
die Orgeln und auch die Glocken werden bis zum Osterfest nicht
geläutet.
Bei Beendigung des Gottesdienstes trägt der Priester den Hostienkelch
in einer Prozession in einigen Gemeinden zu einem Seitenaltar oder in
eine Kapelle. Nach der Meßfeier werden Blumenschmuck und Kerzen
beiseite geschafft. Dies symbolisiert die Trauer über den Tod Jesus.
Wegen des nahen Todes Jesu ist der Gründonnerstag ein Tag der Trauer.
Die Gläubigen werden in vielen Gemeinden von den Messdienern mit
Holzklappern und Ratschen zum Gottesdienst gerufen.
In besonders gestalteten Betstunden oder im stillen Gebet gedenken die
Gläubigen des Geschehens am Ölberg. Für die Herkunft des Begriffes
Gründonnerstag gibt es heute verschiedene Erlärungsmöglichkeiten. Es
ist möglich, daß durch die an diesem Tag üblichen grünen
Meßgewänder, denn die kirchliche Farbe diese Tages ist grün, dieser
Name entstanden ist.
Andererseits wurden im Mittelalter die Sünder in der Fastenzeit von dem
Gottesdienst ausgeschlossen und mußten Buße tun. Erst am Donnerstag
vor Ostern durften sie wieder in die Kirche eintreten und als Zeichen
auf die Vergebung ihrer Sünden schmückten sie sich mit jungem Grün.
Grün könnte aber auch auf den althochdeutschen Begriff "grunen"
(greinen, weinen) zurückgehen. Ob sich das Klagen dabei auf die
Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in
Todesangst verbrachte oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung
Jesu bezieht ist nicht geklärt.
Auch das Erwachen der Natur in dieser Jahreszeit, das Grünwerden der
Pflanzen verbindet uns mit dem Gründonnerstag und dem Osterfest.
Darüber hinaus gibt es die Verbindungen zum Osterhasen, Osterlamm,
Osterfeuer, Osterblumen, usw., die alle mit dem Erwachen und der
Hoffnung im Zusammenhang stehen.
Unabhängig vom christlichen Glauben wird die Farbe Grün als Zeichen /
Farbe der Hoffnung verstanden. Vom grün abgeleitet ist es heute in
vielen christlichen Familien an Gründonnerstsag üblich, grünes
Gemüse zu essen, z.B. Spinat oder Brunnenkresse.
Karfreitag
Das Wort Karfreitag (Kummer-Freitag) leitet sich vom althochdeutschem
Begriff "chara" ab, was Klage, Elend oder Trauer bedeutet. Die frühen
Christen beklagten das Sterben und den Tod von Jesus, weil sie glaubten,
daß alles verloren sei. Für sie war es schon ein Tag der Trauer und
nicht der Festesfreude.
Der Karfreitag (ein "stiller" Feiertag) galt früher für die
evangelischen Christen als strenger Bußtag und ist heute höchster
kirchlicher Feiertag. Vor allem im Tod Jesu sahen die Reformatoren die
Erlösung aus Sünde und Schuld.
Für die Katholiken ist das Osterfest der höchste kirchliche Feiertag.
In der römisch-katholischen Kirche besteht der Karfreitag aus drei
Teilen: Wortgottesdienst, die Verehrung des Kreuzes und die Feier der
hl. Kommunion.
Dieser Tag ist der Überlieferung nach der Todestag von Jesus. An diesem
Tag fand der Prozeß, die Hinrichtung und die Beerdigung Jesu in
Jerusalem statt. In der Bibel finden sich in den vier Evangelien die
Abläufe und Ereignisse der Geschehnisse in den Passionsgeschichten
wieder.
Nach dem jüdischen Kalender ist Jesus am 15. Nisan mittags um die
neunte Stunde am Kreuz auf dem Kalvarienberg gestorben. Dem
gregorianischen Kalender nach könnte es der 7. April 30 oder der 3.
April 33 nachmittags um drei Uhr gewesen sein.
Der Karfreitag ist der Gedächtnistag der Kreuzigung. Er wird als
Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen.
Am Nachmittag um drei Uhr, zur Todesstunde von Jesus, versammeln sich
die Christen zum Wortgottesdienst mit Verlesung der Passionsgeschichte
(Leidensgeschichte Jesu), zur Kreuzverehrung (das mit einem violetten
Fastentuch bedeckte Kreuz wird enthüllt und durch Kniebeugen verehrt)
und der anschließenden Kommunionfeier.
Am Karfreitag ist auch die Kirchengestaltung traurig. Es stehen keine
Blumen und keine Kerzen auf dem Altar und die Lieder singen die Christen
ohne Begleitung durch die Orgel und die Glocken schweigen.
In vielen Gemeinden finden am Morgen des Karfreitag oder zur
Sterbestunde um 15 Uhr Kreuzwegandachten und Karfreitagsprozessionen
statt.
Der Kreuzweg beschreibt die wichtigen Stationen dieses Tages.
1. Jesus wird zum Tode verurteilt
2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
4. Jesus begegnet seiner Mutter
5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
8. Jesus begegnet den weinenden Frauen
9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
10. Jesus wird seiner Kleider beraubt
11. Jesus wird ans Kreuz genagelt
12. Jesus stirbt am Kreuz
13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter
gelegt
14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt
In vielen Gemeinden finden sich Kreuzwege, auch die vom Christentum
inspirierte Kunst hat vielfältige Kunstwerke erschaffen, die im
Zusammenhang mit diesen Ereignissen stehen. Das Kreuz wurde ab dem 3.
Jahrhundert ein Zeichen der Christenheit.
Am Karfreitag werden heute noch verschiedene Brauchtümer gepflegt.
Christen essen am Karfreitag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten
Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort "Fisch" heisst
auf griechisch "Ichthys". Das sind die Anfangsbuchstaben von "Iesus
Christos Theos Yos Soter". Auf deutsch: "Jesus Christus, Gottes Sohn,
Retter".
In Frankreich heißt der Karfreitag "vendredi saint", was heiliger
Freitag heißt und in England wird er "Good Friday" oder "Black Friday"
genannt, was übersetzt guter Freitag oder schwarzer Freitag heißt.
Karsamstag – Ostersamstag
Der Karsamstag, oder auch Ostersamstag genannt, ist der erste Tag nach
Jesus Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt
und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.
Der Sabbat ist der jüdische Ruhetag. An diesem Tag darf nicht
gearbeitet werden. Deswegen mußte Jesus noch am Freitag beerdigt
werden. Am Karsamstag wurden Wachen vor dem Grab von Jesus positioniert.
Sie sollten darauf achten, daß der Leichnam nicht gestohlen wird und so
die Aussage im Land verkündet werden kann, daß Jesu auferstanden sei.
Am Karsamstag wurde aber nicht nur Jesus für tot erklärt, sondern auch
die Hoffnung auf einen Retter begraben. Denn am Karsamstag versteckten
sich die Jünger aus Angst selbst am Kreuz hingerichtet zu werden.
Dieser Tag der Depression besiegelte bei vielen Menschen den Glauben an
einen neuen Anfang. Symbolisch kann man für den Karsamstag sagen, daß
trotz der hoffnungslosen Lage das Leben weitergeht und bessere Tage
folgen, wie die Auferstehung Jesus deutlich macht.
Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des
Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen,
verbunden mit der Weihung des Osterwasser, des Osterfeuer und der
Osterkerze. Die Glocken, die sich am Gründonnerstag mit vollem Geiäute
nach dem Abendmahls- Gottesdienst verabschiedet hatten kehren am
Karsamstag beim Gloria in der hl. Osternacht wieder mit vollem Klang
zurück.
Die Osternachtsmesse besteht aus Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauffeier
und Eucharistiefeier.
Osterbrauchtum in Deutschland an Karsamstag:
In Neunkirchen im Oberpinzgau kommt eine Truhenratsche während der
"glockenlosen" Zeit zwischen Gründonnerstag und Karsamstag zu Ehren die
auf einem Handwagen von den Meßdienern durch den Ort gezogen wird. In
Saarwellingen gehen die Messdiener am Karsamstag kläppern und Eier
sammeln. In Weismain-Geutenreuth wird von Gründonnerstag bis Karsamstag
geschnattert und geratscht. In Attendorn werden Karfreitag und
Karsamstag "die vollen Stunden" auf einem alten Nachtwächterhorn in
alle vier Himmelsrichtungen angekündigt und am Karsamstag findet an der
Nordseite der Pfarrkirche die "Semmelsegnung" statt. Der Ostersemmel,
dessen Teig mit Kümmel durchsetzt ist, hat an beiden Enden je einen
Einschnitt, so daß sich zwei "Hörner" bilden. Die Form erinnert an die
Schwanzflosse eines Fisches, das älteste Symbol des Christentums. Seit
1658 ist der Brauch nachweisbar und hat sich seit dem in Attendorn
erhalten.
Beim Weihfeuer-Tragen in St. Georgen an der Stiefing wird am Karsamstag
das Feuer vor der Pfarrkirche gesegnet und durch Buben und Mädchen
mittels glosender Zunderpilze (Baumschwamm), von Haus zu Haus getragen.
In allen Häusern wird dann von den Austrägern ein Stück dieser
glosenden Pilze auf die Herdplatte eines Herdes gelegt. Dafür bekommen
die Jugendlichen von den Hausbewohnern eine kleine Geldspende.
Erloschene Stücke dieser Pilze werden oft von der Bevölkerung bei
Gewittern ins Herdfeuer oder auf Elektroherde gelegt, um das Haus vor
Blitzschlägen zu schützen.
Für die Bevölkerung in Deutschland ist der Karsamstag ein Tag der
Vorbereitung für die Osterfeiertage.
Die Frauen backen oft ein leckeres Osterlamm den Osterzopf oder die
Ostertorte und färben oder bemalen die letzten Ostereier.
Die Kinder basteln ein Osternest und Osterschmuck oder bereiten die
Osterspiele für Ostersonntag und Ostermontag vor.
Osterfeiertage in Deutschland
Die Osterfeiertage werden am Ostersonntag und Ostermontag in der
Kirchengemeinde und in der Familie gefeiert. Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/osterfeiertage/os
tersonntag/index.html" Ostersonntag ist der Auferstehungstag von
Jesus. Kreuzigung und Auferstehung sind Fundamente christlichen
Glaubens.
In der Bibel wird die tatsächliche Auferstehung Jesu nicht beschrieben,
nirgends ist davon die Rede, daß sie jemand beobachtet hat. Was es in
der Heiligen Schrift gibt, sind Berichte über das leere Grab, die
Verkündigung der Auferstehung durch einen Engel, Berichte über
Erscheinungen des Auferstandenen und die Bekenntnisse, die diesen
Glauben bezeugen.
In der katholischen und orthodoxen Kirche wurde der Triumph der
Auferstehung, der Sieg über den Tod am Ostersonntag mit dem
festlichsten Gottesdienst des Jahres besonders herausgehoben. Heute
besteht bei den christlichen Konfessionen weitgehend Einigkeit, daß Tod
und Auferstehung als Ganzes gefeiert werden.
Der HYPERLINK
"http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfest/osterfeiertage/os
termontag/index.html" Ostermontag ist in Deutschland gesetzlicher
Feiertag.
Die eigentlichen Osterfeiertage sind der Ostersonntag und der
Ostermontag, jedoch wird der Ostersamstag immer mehr zu den
Osterfeiertagen gezählt.
Am Ostersamstag stehen die Vorbereitungen für das Osterfest an die
häufig alte Brauchtümer sind.
In der Osternacht findet der Gottesdienst statt.
Ostersonntag
Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag an den Osterfeiertagen. Am
Ostersonntag freut sich die christliche Gemeinschaft über die
Auferstehung von Jesus. Damit wird in die Hoffnungslosigkeit des Lebens
plötzlich wieder ein Ziel oder Sinn gegeben, daß das Wirken von Jesus
nicht ohne Wirkung bleibt, sondern den Menschen wieder Hoffnung gibt.
Die Feier beginnt in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag mit
einem Gottesdienst. In diesem Gottesdienst wird an die Auferstehung Jesu
erinnert. Symbolisch wird dies durch das Licht getan. Zunächst ist es
Dunkel in der Kirche, was den Tod von Jesus bedeutet, doch durch Kerzen
wird Helligkeit, was die Auferstehung von Jesus bedeutet, in den Raum
und in das Leben gebracht. Nach diesem Gottesdienst erklingen die
Glocken wieder, die nach dem Trauertag Karfreitag verstummt waren.
An diesem Ostersonntag gibt es neben dem ausgiebigen familiären
Frühstück viele Brauchtümer die durchgeführt werden. Bekannt in
Deutschland ist das Osterei suchen. Die Kinder suchen, die versteckten
Eier im Garten oder im Haus. Diese Ostereier wurden in der Nacht vom
Osterhasen versteckt. Mit diesem Osterei lassen sich verschiedene
Spiele, wie das Osterei düpfen sein, Osterei im Berg, Ostereier blasen
durchführen.
Ein alter Brauch der wieder an Bedeutung gewinnt ist das Osterreiten.
Der Osterritt der Sorben, die in der Nähe von Berlin in Gebiet
Brandenburg ansässig sind findet am Ostersonntag immer mehr Mitmacher.
Dabei wird mit dem Kreuz auf dem Pferd um die Äcker geritten. Mit
diesem Flurumritt sollte der Frühling begrüßt werden und Saat
gesegnet werden, damit im Herbst reichlich geerntet werden kann. Auch
die christliche Bedeutung von der Verkündung der Auferstehung Jesus
Christus wird damit dokumentiert.
Das Osterfest ist heute ein Fest der Familie. Man trifft sich mit der
Verwandschaft, um dieses Fest zu feiern. Nach dem Gang zur Kirche wird
gemeinsam ausgiebig gespeist. Die Kinder suchen Ostereier, singen ein
Osterlied oder tragen ein Ostergedicht vor und hoffen auf Geschenke.
Ostermontag
Der Ostermontag, der letzte Osterfeiertag ist in Deutschland
gesetzlicher Feiertag. Die christliche Gemeinde besucht auch am
Ostermontag den Gottesdienst. Wie das gesamte Osterfest steht der Montag
auch im Zeichen der Familie. Die ganze Familie ist versammelt und nimmt
gemeinsam das Essen zu sich. Das Osterlamm ist wiederum der Mittelpunkt
des Ostertisches.
Osterspiele, Ostereier, Osterhase, usw. stehen auch an diesem Tag im
Mittelpunkt. Oftmals werden auch an dem Ostermontag Ausflüge mit der
Familie, besonders mit den Kindern gemacht. Die in der Nähe
stattfindenden Ostereiermärkte oder Ostermärkte werden besucht. In
verschiedenen Regionen werden auch am Ostermontag noch alte Brauchtümer
gepflegt.
Es gibt in einigen Gemeinden Christen, die aus ihrem Dorf hinausziehen,
wie es die Jünger damals machten, um die Taten und den Glauben von
Jesus zu verbreiten.
Ostern und Frühling in Deutschland
Osterzeit
Mit der Osterzeit ist der Frühling eng verbunden. Kalendarisch reicht
der Frühling vom 20. März bis zum 21 Juni eines Jahres. Ostern fällt
immer in der Zeitraum vom 21. März bis zum 25 April, also genau zu
Beginn der Frühlingszeit.
Woran kann man diese Frühlingszeit erkennen? Es gibt verschiedene
Anzeichen für einen Wechsel in der Jahreszeit. Der Winter hat oft alles
mit Schnee bedeckt und ist so kalt, daß keine Pflanzen neu wachsen
können. Die Tage sind nur kurz mit Sonnenlicht erhellt und die ganze
Landschaft zeigt sich in grau.
Der Frühling hingegen ist eine Zeit des Erwachens. Die Tage werden
wieder länger von der Sonne verwöhnt. Die Temperaturen steigen, die
ersten Pflanzen zeigen sich im neuen Kleid und auch die Tiere werden
wieder munter
Die Verbindung des kirchlichen Osterfestes und der Frühlingszeit ist
nicht nur auf das Datum beschränkt, sondern auch die Auferstehung Jesu
zeigt uns das eine neu Zeit angebrochen ist. Der Frühling läßt das
Leben auf der Erde erwachen, genauso wie es für die Christen die
Auferstehung zeigt. An Ostern feiern nicht nur die Christen, sondern
auch viele andere Menschen freuen sich auf das neue Jahr.
Die Natur zeigt sich in ihrer ersten Vielf